Veröffentlicht · 06.02.2023

Außenbeleuchtung planen: die Grundlagen

Gute Außenbeleuchtung erkennt man daran, dass nichts auffällt. Fünf Punkte, mit denen eine Planung beginnt.

Außenbeleuchtung planen: die Grundlagen

Gute Außenbeleuchtung erkennt man daran, dass nichts auffällt: Wege sind erkennbar, Stufen sichtbar, Eingänge einladend, und nirgendwo blendet eine Leuchte. Eine Planung beginnt mit fünf Punkten.

1. Sicherheit

Eingänge, Wege und Nebentüren müssen so beleuchtet sein, dass keine Schlagschatten entstehen — ein Schatten, der wie eine Stufe aussieht, ist genauso gefährlich wie eine unbeleuchtete Stufe. Treppen gehören ausdrücklich dazu, denn sie sind die häufigste Unfallstelle im Außenbereich.

Für Treppen gibt es mehrere Lösungen:

  • Einzelne Stufenleuchten in der Wange oder im Handlauf
  • Lineare Profile, auf das Maß der Stufe gefertigt
  • Licht unter der Trittkante
  • Pollerleuchten oder Mastleuchten neben dem Lauf

Welche davon passt, hängt vom Aufbau ab — Holz, Stein oder Beton führen zu unterschiedlichen Befestigungen.

2. Schutz

Hier geht es weniger um die Leuchte als um ihre Schaltung. Bewegungsmelder schalten das Licht ein, wenn jemand das Grundstück betritt — auch Tiere, weshalb die Platzierung überlegt sein sollte, wenn ein Schlafzimmerfenster auf diesen Bereich zeigt.

Ein beleuchteter Eingang, der am Abend brennt und zur Nachtruhe ausgeht, zeigt, dass das Haus genutzt wird. Zeitschaltuhren leisten das ebenfalls, allerdings ist ein immer gleicher Takt während einer längeren Abwesenheit erkennbar — ein wechselnder Zeitpunkt ist die bessere Wahl.

3. Was hervortreten soll

Erst danach kommt der gestalterische Teil: Welcher Baum, welche Mauer, welche Pflanzung soll sichtbar bleiben? Eine zurückhaltende Anstrahlung von unten genügt dafür meist. Wichtig ist, dass nicht alles beleuchtet wird — ohne dunkle Zonen gibt es keine Tiefe.

Wasserflächen sind ein eigener Fall. Dort entscheidet die IP-Schutzart über alles; freistehend im Außenbereich ist IP65 die übliche Anforderung, im oder am Wasser liegt sie höher.

4. Nutzung

Terrasse und Sitzplatz werden den ganzen Sommer genutzt und brauchen Licht, das sich regeln lässt: heller, wenn Gäste kommen, gedimmt für den Abend zu zweit. Eine Pendelleuchte über dem Tisch im überdachten Bereich leistet dabei mehr als eine helle Leuchte an der Hauswand.

5. Verbrauch

Außenbeleuchtung läuft jede Nacht. Genau deshalb entscheidet die Lichtausbeute der Leuchte über die Betriebskosten — über das Jahr gerechnet mehr als der Anschaffungspreis. Mit LED-Modulen ist der Verbrauch gegenüber älteren Techniken um ein Mehrfaches niedriger.

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