Hotelbeleuchtung

Auswahlhilfe

Beleuchtung für Hotels

Ein Hotel ist kein einzelner Raum, sondern eine Folge von Räumen mit sehr unterschiedlichem Lichtbedarf. Lobby, Zimmer, Flur, Restaurant und Veranstaltungssaal werden zu verschiedenen Tageszeiten und für verschiedene Zwecke genutzt. Überall dieselbe Leuchte und dieselbe Farbtemperatur einzusetzen, nimmt den Bereichen genau die Unterscheidung, die der Gast zur Orientierung braucht.

Beleuchtet werden:

  • Lobby und Empfang
  • Gästezimmer
  • Veranstaltungs- und Besprechungssäle
  • Flure und Treppenhäuser
  • Restaurant und Lounge
  • Außen- und Aufenthaltsbereiche

Die Leuchten müssen sich auf Wandbekleidung, Bodenbelag, Möbel und Textilien beziehen. Eine falsch gewählte Farbtemperatur lässt ein sorgfältig abgestimmtes Material billig aussehen — warmes Holz unter 5000 K verliert seinen Ton, ein kühles Grau unter 2700 K wirkt schmutzig.

Lobby

  • Der erste Raum, den der Gast sieht; das Licht setzt den Ton für alles Weitere.
  • Tageslicht so weit wie möglich nutzen und die Kunstlichtebenen darauf abstimmen.
  • Mehrere Ebenen kombinieren: Grundlicht, Akzentlicht am Empfang, Pendelleuchten über der Sitzgruppe.
  • Nicht zu hoch und nicht zu weit in die Ecken montieren — Licht, das die Nutzungszone nicht erreicht, hilft niemandem.
  • Am Empfang muss gelesen und geschrieben werden; dort liegt das Beleuchtungsniveau höher als im Wartebereich.
  • Dimmbar ausführen, damit der Raum am Abend anders wirkt als am Morgen.

Gästezimmer

  • Für jede Nutzung eine eigene Schaltung: Schlafen, Lesen, Arbeiten, Ankleiden.
  • Eine kleine Orientierungsleuchte am Zimmereingang und auf dem Weg zum Bad.
  • Leseleuchten am Bett, eng strahlend, sodass der zweite Gast nicht geweckt wird.
  • Am Schreibtisch ein Licht, das den Bildschirm nicht spiegelt.
  • Im Bad beidseitiges Spiegellicht mit hoher Farbwiedergabe; nur von oben erzeugt Schatten im Gesicht.
  • Licht in und über den Schränken, wo sonst die dunkelste Stelle des Zimmers liegt.
  • Leicht zu reinigende Leuchten, weil im Hotelbetrieb täglich gereinigt wird.
  • Präsenzabhängige Schaltung senkt den Verbrauch im leeren Zimmer.

Veranstaltungs- und Besprechungssäle

  • Die Zahl der Leuchten richtet sich nach Fläche und Deckenhöhe des Saals.
  • Dimmbar in Szenen: Vortrag, Bankett, Tanz.
  • Einzelne Bereiche müssen getrennt hochgefahren werden können, etwa eine Bühne oder ein Rednerpult.
  • Hohe Farbwiedergabe, weil in diesen Räumen fotografiert wird.

Restaurant und Lounge

  • Die Montagehöhe über Tisch und Theke bestimmt die Wirkung mehr als die Leuchte selbst.
  • Akzentlicht auf den Tisch, nicht auf den Gang.
  • Pendelleuchten und Wandleuchten übernehmen hier den gestalterischen Teil.
  • Dimmbar, weil Frühstück und Abendessen unterschiedliches Licht brauchen.

Flure

  • Ausreichende Beleuchtungsstärke auf dem Boden, ohne den Flur zu überstrahlen.
  • Zimmernummern müssen ohne Suchen lesbar sein.
  • Flucht- und Rettungswegkennzeichnung gehört in dieselbe Planung.

Wie Hotelbeleuchtung geplant wird

Wir planen die Leuchten für ein Hotel pro Bereich und nicht als eine Liste für das ganze Haus. Festgelegt werden:

  • wo die Leuchte eingesetzt wird und in welcher Höhe,
  • welche Farbtemperatur zu den Materialien des Bereichs passt,
  • welche Maße Decke, Wand und Möblierung vorgeben,
  • welche Kanten und Ecken Licht brauchen,
  • wie die Leuchte im laufenden Betrieb gereinigt und gewartet wird.

Wo keine Katalogleuchte passt, fertigen wir nach Maß — Länge, RAL-Ton, Farbtemperatur und Abstrahlwinkel werden projektbezogen festgelegt. Senden Sie uns die Plansätze oder die Leuchtenliste; Sie erhalten innerhalb von zwei Arbeitstagen eine Rückmeldung mit Maßen, Farbtemperatur und Lieferzeit.

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